Der Schulsanitätsdienst

 

Herzlich Willkommen beim Schulsanitätsdienst

der Städtischen Realschule Kaarst


 

1. Startseite
2. Aktuelles
3. Was ist der Schulsanitätsdienst?
4. Was tun Schulsanitäter/-innen
5. Nutzen für die Schülerinnen und Schüler
6. Nutzen für unsere Schule
7. Geschichte des Schulsanitätsdienstes
8. Ausstattung/Rahmenbedingungen
9. Bildergalerie

 

Aktuelles


Exkursion zur Feuerwehr Neuss am 04.10.2012



Im Rahmen der Schulsanitäts-AG fand am 04.10.2012 eine Exkursion zur Feuerwache am Hammfelddamm statt. Unter der Leitung von Herrn Ralf Schaffner besichtigten rund 18 Schülerinnen und Schüler die Werkstätten und die moderne Leitstelle.
Mit großer Begeisterung betrachteten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Einsatzfahrzeuge samt modernster Fahrzeugtechnik der Feuerwache Neuss. Neben den Löschfahrzeugen und dem stattlichem Rüstzeug eines Feuerwehrmannes wurden auch die verschiedensten Räumlichkeiten in Augenschein genommen.
Wir möchten uns recht herzlich bei der Feuerwache Neuss und dem Kameraden Herrn Schaffner für die ermöglichte Exkursionen bedanken.

 


Was ist der Schulsanitätsdienst?

 

Der Schulsanitätsdienst ist eine Initiative, die vom Jugendrotkreuz gefördert und unterstützt wird.
Der Schulsanitätsdienst ergänzt und sichert die Erste-Hilfe-Versorgung an der Schule. Schülerinnen und Schüler, die in Erster Hilfe ausgebildet sind, stellen im Rahmen des Schulsanitätsdienstes die Erstversorgung im Falle von Unfällen, Verletzungen und Krankheit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher. Die Schulsanitäter vertiefen und erweitern ihr Wissen zur Ersten Hilfe ständig.
In diesem Sinne ist das primäre Ziel des Schulsanitätsdienstes zu helfen. Damit leistet er einen Beitrag zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel, Selbstbestimmung und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.



Was tun Schulsanitäter/-innen

 

Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter leisten, einem Dienstplan folgend, zumeist in den großen Pausen Erste Hilfe an ihrer Schule. Das heißt, sie helfen kompetent und schnell bei Unfällen, Verletzungen oder Krankheiten und sind bei Sportfesten oder anderen Schulveranstaltungen vor Ort.
Sie dokumentieren ihre Einsätze im Verbandbuch und sind zusammen mit ihrer Kooperationslehrerin für das Sanitätsmaterial sowie den Schulsanitätsraum zuständig. Außerdem weisen sie auf Gefahrenquellen hin und/oder beseitigen diese.
Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter sind trotz ihrer Jugend ernstzunehmende Helferinnen und Helfer, denn sie haben eine fundierte Ausbildung genossen.

 


Nutzen für die Schülerinnen und Schüler

Die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst hat für die Schüler/-innen folgende Vorteile:
- Schüler/-innen lernen Verantwortungsübernahme sowie überlegtes Handeln – auch und gerade in kritischen Situationen.
- Schüler/-innen erkennen frühzeitig Gefahrenpotentiale und lernen mit diesen umzugehen.
- Das Bewusstsein helfen zu können trägt zu der Entwicklung eines stärkeren Selbstbewusstseins bei.
- Die Schüler/-innen werden in eine Gruppe integriert, in der Sinnvolles geleistet wird.
- Die Schüler/-innen können kompetent Erste Hilfe leisten und sicher in Notfällen agieren.
- Die Schüler/-innen begreifen das Helfen als Wert menschlichen Zusammenlebens.
- Das Bedürfnis zu helfen wird hier befriedigt.
- Die Schüler/-innen können ihre Sozialkompetenz (weiter-)entwickeln.
- Schüler/-innen, die sich im alltäglichen Unterrichtsgeschehen nicht hervortun, werden integriert, da 
der Schulsanitätsdienst handlungsorientiert ist.
- Der Teamgeist steht bei diesem Angebot im Mittelpunkt.
- Die Schüler/-innen lernen eine sinnvolle Form der Freizeitbeschäftigung kennen und erhalten die Möglichkeit zur beruflichen Orientierung.



Nutzen für unsere Schule

Die Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes an einer Schule ist ein Gewinn für alle Beteiligten: die Schulleitung, die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler und die Eltern.
Der Nutzen des Schulsanitätsdienstes für die Schule lässt sich in die folgenden drei Bereiche aufteilen:

■ Soziale Aspekte

• Steigerung des Verantwortungsgefühls und der Hilfsbereitschaft unter den Schülerinnen und Schülern
• Verbesserung des sozialen Klimas in der Schule
• Positive Darstellung der Schule gegenüber den Eltern und anderen Schulen
• Steigerung des Anse
hens der Schule im Umfeld 


â–  Pädagogische Aspekte
• Förderung des Verantwortungsbewusstseins und der Hilfsbereitschaft der Schüler/-innen

• Positive Verstärkung durch die Erfahrung, gebraucht zu werden und gelerntes Wissen praktisch anzuwenden

• Förderung des Bewusstseins für die eigene Gesundheit durch die themenbezogene Beschäftigung 
mit dem menschlichen Körper

• Einübung eines sorgsamen Umgangs mit Sachwerten


• Erweiterung des Schulangebotes um eine soziale Arbeitsgemeinschaft, in der man für das Leben lernt

• Die Identifikation der Schüler/-innen mit der Schule steigt

• Erfüllung des Bildungsauftrags der Schule: Erziehung zu mündigen und sozial handelnden Bürgerinnen und Bürgern.

 


■ Praktische Aspekte

• Abdeckung und Gewährleistung einer gesetzlichen Auflage
- Unfallverhütung und somit Reduzierung von Unfällen
- Bereitstellung von Ersthelferinnen und Ersthelfern und somit Entlastung der Lehrer/-innen - Steigerung der Sicherheit an der Schule
- Organisatorisch wenig aufwendig
- Instandhaltung und Verwaltung der Sanitätsmaterialien und des Sanitätsraumes

 

 

Geschichte des Schulsanitätsdienst



Die Schularbeit im Jugendrotkreuz hat eine lange Tradition. Bereits 1925 war das Jugendrotkreuz in Schulen vertreten. Unter dem Leitmotiv „Ich diene“ beschäftigte sich die damalige JRK-Arbeit vor allem mit Gesundheitserziehung, Völkerverständigung und sozialem Engagement. Orientiert an den Methoden der
Arbeitsschulen wurden diese Themen in die Schule getragen mit dem Ziel, die Schüler/-innen zu sozialem Verhalten zu erziehen.
Schulsanitätsdienst im heutigen Sinne gab es damals nicht. Natürlich war Erste Hilfe ein wichtiges Thema, aber „nur“ ein Thema unter vielen und kein Schwerpunkt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fühlten sich viele Lehrerinnen und Lehrer der Bundesrepublik Deutschland wieder vom Friedensgedanken des Jugendrotkreuzes angesprochen und die Themen „Dienst am Nächsten“, „Dienst an der Gesundheit“ und „Dienst an der Völkerverständigung“ kehrten in die Schulen zurück. In süddeutschen Ländern wurde die JRK-Arbeit in der Schule von den Kultusministerien unterstützt. So gab es teilweise sogar sogenannte Vertrauenslehrerinnen und -lehrer in der JRK-Arbeit.
In dieser Zeit existierten „Schulsanitätsdienste“ im weiteren Sinn: Obligatorisch wurde die Abschlussklasse in Erster Hilfe ausgebildet und übernahm anschließend den Sanitätsdienst an der Schule.
Ansonsten finden sich viele Aufgaben, die heutige Schulsanitäter/-innen ausführen, im Jahresprogramm der damaligen schulischen JRK-Gruppe wieder: So wurden im Themenbereich „Gesundheitserziehung“ Erste- Hilfe-Kästen eingerichtet und Verantwortlichkeiten für Sauberkeit und Unfallverhütung übertragen.
In den 60er und 70er Jahren wurde die Schule wieder wesentlich als Institution der Wissensvermittlung verstanden. JRK-Arbeit und somit auch die Schulsanitätsdienste traten in den Hintergrund und verschwanden im Laufe der Jahre fast vollständig.
In der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war Schulsanitätsdienst in den Schulen durchgängig etabliert. Die 10- bis 14-Jährigen waren in Arbeitsgemeinschaften als „Junge Sanitäter“ tätig, die 15- bis 25-Jährigen in sogenannten „Rotkreuzaktivs“. Es bestand der Anspruch, auf junge Menschen zuzugehen, sie in ihrem Lebensumfeld, also zum Beispiel der Schule, „abzuholen“ und sie für die Arbeit des Roten Kreuzes zu begeistern. Themenschwerpunkte dieser außerunterrichtlichen Arbeit an Schulen waren „Erste Hilfe“, „Gesundheitserziehung“ und „Touristik und Verkehrserziehung“. Geleitet wurden diese Arbeitsgemeinschaften von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes der DDR, während die finanziell- organisatorische Abwicklung über die Schulleitung erfolgte.
Seit Anfang der 90er Jahre besinnt sich das Jugendrotkreuz wieder verstärkt auf seine schulischen Wurzeln. In verschiedenen Landesverbänden wird die Einrichtung von Schulsanitätsdiensten wieder unterstützt. Es entstanden Konzepte, Arbeitshilfen und -materialien. Lehrerfortbildungen wurden konzipiert und durchgeführt, Sponsoren und Kooperationspartner gesucht.


Ausstattung/Rahmenbedingungen

 

Unser Schulsanitätsdienst ist materialtechnisch gut ausgestattet und verfügt neben den Standard-Materialien auch über „Spezialausrüstung“:



Verbandtaschen
In diesen modischen Verbandtaschen befindet so ziemlich alles, was sich auch in einem Kfz-Verbandkasten finden lässt: Verbandpäckchen, Mullbinden, Kompressen, Dreiecktücher, Einmal-Handschuhe, Kleiderschere, Rettungsdecke, Leuko-Silk und natürlich Pflaster (in der Fachsprache Wundschnellverband genannt). Diese Taschen kommen weit herum, Lehrer können sich diese für Wandertage und mehrtägige Klassenfahrten ausleihen und dienen so der Sicherheit der Schüler vor Ort.


Defibrillator
Die Realschule Kaarst bzw. der Schulsanitätsdienst hat sogar einen Automatisierten Externen Defibrillator (auch Defi genannt) in seinem Fundus.
Die Schulsanitätsdienstmitglieder werden in die Bedienung des AEDs eingewiesen und entsprechend zertifiziert und ausgebildet.
Zum Einsatz kommt der Defi grundsätzlich bei Herz-Kreislaufstillstand. Bislang musste das Gerät glücklicherweise noch nicht eingesetzt werden.


SAN-Raum
Im erst kürzlich sanierten SAN-Raum lagern mit Ausnahme des AEDs alle oben genannten Ausrüstungsgegenstände. 
Zusätzlich befinden sich hier eine Liege, ein Kühlschrank mit Kühlpacks, ein Schreibtisch, ein Gruppentisch und vier Stühle.
Verletzte oder Kranke können hier in einer angenehmen Atmosphäre betreut und behandelt werden. Neben den Materialien zur Wundversorgung befinden sich hier ebenfalls Decken.
In den Schränken lagern Verbrauchsmaterialien. 
Zur Hygiene stehen ein Waschbecken mit Seife, Papierhandtücher und ein Desinfektionsmittelspender zur Händedesinfektion zur Verfügung.


 

   

 

 

Bildergalerie

Die Schulsanis kennen den Ablauf einer Hilfeleistung: Das richtige Anlegen eines Verbandes
wie z.B. den Druckverband, den Augenverband, die stabile Seitenlage

oder die Wärmeerhaltung mit Hilfe einer Decke....
Nach einigen Übungsstunden sitzt inzwischen jeder Handgriff.