Pädagogische Grundideen für die Arbeit in den Klassen 5 und 6:

Kinder brauchen Zeit und Ruhe, sich zu orientieren, Fuß zu fassen, neue Eindrücke zu verarbeiten:
Bezugsperson(en) finden, Vertrauen entwickeln, „Heimat" schaffen (ein Raum, ein fester Platz).
Leitgedanke: Kontinuität im Wandel (Wechsel von der Grundschule zur Realschule).

"Beziehungsarbeit" ist wichtiger als die Vollständigkeit des Sach-und Fachunterrichts:
Kinder aus zum Teil 5 Grundschulklassen und 3 verschiedenen Wohnorten müssen zunächst zu einer Lerngruppe werden, bevor sie „den Kopf frei haben" für das fachliche Lernen. Davon werden im weiteren Verlauf der Schuljahre alle Kollegen, die in der Klasse unterrichten, profitieren können. Eventuelle "Zeitverluste" lassen sich dann durch effektiveres Arbeiten ausgleichen.
Leitgedanke: Wir unterrichten zwar Fächer, aber vor allem Kinder.

Klarheit schafft Sicherheit, Orientierung, System und Struktur: Absprachen werden von Anfang an getroffen und entsprechende Verhaltensweisen eingeübt. Es vereinfacht für Lehrer und Schüler die Zusammenarbeit.
Leitgedanke: Kinder brauchen Grenzen (im Sinne von Klarheit / pädagogischer Konsens).

Arbeitsorganisation ist der 1. Schritt auf dem Weg zum „Lernen lernen":
elementare Kenntnisse werden vom Klassenlehrer und den Fachlehrern systematisch und konzertiert eingeübt ( z.B. Führen eines Aufgabenheftes, Hinweise zu den benötigten Arbeitsmaterialien, Gestaltung des Arbeitsplatzes, Zeitmanagement...).
Leitgedanke: Förderung des selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeitens.

In der Jahrgangsstufe 5 erhalten die Schülerinnen und Schüler in der Regel Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Erdkunde, Politik, Physik, Biologie, Musik, Kunst, Textilgestaltung, Sport und Religion oder Praktische Philosophie.
In der Klasse 6 kommen dann sowohl Französisch als zweite Fremdsprache zum Kennenlernen als auch das Fach Geschichte hinzu.

Ergänzend zum Unterricht in den verschiedenen Fächern findet Förderung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mit 2-3 Unterrichtsstunden pro Woche im sogenannten Ergänzungsunterricht statt.
Am Ende der Klasse 6 steht eine Wahl für den differenzierten Unterricht in den Klassen 7 bis 10.